OSSV hat eine Menge erreicht
Schwimmverantwortliche schauen auf ein abwechslungsreiches Jahr zurück /
Trainingsauftakt 2003 vollzogen


In der Kamenzer Schwimmhalle begann für den Ostsächsischen Schwimmverein am vergangenen Mittwoch das neue Trainingsjahr. Gelegenheit, um über das vergangenen Jahr Bilanz zu ziehen, darüber nachzudenken wo noch Reserven stecken und was besser gemacht werden kann. Auf Wettkampferfolge soll an dieser Stelle verzichtet werden. Knapp 300 Mitglieder zählte 2002 der Verein, ein Drittel davon waren Kinder und Jugendliche. Und gerade diesem "Drittel" gehörte die besondere Aufmerksamkeit der Verantwortlichen. Ihr Anliegen war es unter anderem, den "Nachwuchs" nicht ausschließlich schwimmerisch zu schulen, sondern aktiv in das Vereinsleben einzubeziehen sowie zu motivieren, Verantwortung zu übernehmen. Die Jugendlichen waren zum Teil als Jungübungsleiter tätig, sie waren im Einsatz bei allen Schwimmveranstaltungen des Vereins, halfen beim Hutberglauf, beim Behindertenschwimmfest und beim Schwimmwettkampf des Regionalschulamtes. Besonders stolz ist der Verein, dass von sechzehn Jungübungsleitern zehn fortführende Lehrgänge zur "Trainerlizenz C" absolvierten. Dazu war ein weiter Weg zurückzulegen, der viel Zeit und großen finanziellen Aufwand kostete: Rettungsschwimmer-, DRK-, Wettkampfrichter-Ausbildung sowie der Lehrgang zum Sportassistenten.

"Schwimmen ist ein Breitensport, die gesündeste Sportart überhaupt, welche vom Kleinkind bis ins hohe Alter von Jedermann betrieben werden kann" betont Vorsitzender Theo Schnappauf. Eigentlich sind ja auch keine großen finanziellen Aufwendungen für Sportbekeidung und Geräte erforderlich, wenn da nicht die Hallenkosten wären. Und da liegt "der Hase im Pfeffer". Der OSSV zahlt für eine Trainingsstunde 40 Euro. Bei sechs Trainingsstunden wöchentlich sind das satte 240 Euro. Um das Leistungsniveau speziell der Kinder- und Jugendmannschaft zu heben, war zwar einmal ein weiterer Trainingstag angedacht, doch dieser Wunsch liegt wegen fehlender Gelder weit im Reich der Utopie. Eine erneute Erhöhung der Mitgliedsbeiträge würde nach der von Januar 2002 die Schmerzgrenze überschreiten. Doch zum Glück gibt es Sponsoren, die dem Verein trotz geringer Werbemöglichkeiten wohlgesonnen sind. Über die von der Vereinsjugend gestaltete Homepage www.ossv.de ist darüber mehr zu erfahren.

Dem OSSV ist eine Herzgruppe angeschlossen. Unter sachkundiger Anleitung und ärztlicher Betreuung ging es zunächst um Unterstützung der Rehabilitation nach Herzinfarkt, bei Herzschwäche und für Baipasspatienten. In der Zwischenzeit haben sich die aus der Therapie entlassenen Patienten in einer eigene Sektion zusammengefunden. Es ist ihnen zum Bedürfnis geworden, auch weiterhin Sport zu treiben und wenn es sein muss, auch mal ohne ärztliche Aufsicht. Aber ohne Übungsleiter geht es nun mal nicht und deshalb haben zwei ehemals selbst Betroffenen die Initiative ergriffen und 2002 die "Lizenz C als Fachübungsleiter für Rehasport innere Organe und Herzsport" absolviert.

Auch im Bereich des Freizeit- und Vereinsports konnte sich der OSSV weiterentwickeln. Mit seinen Sportgruppen Allgemeines Schwimmen, Aquajogging, Athletik und Volleyball kommt er den verschiedensten Interessen der Mitglieder nicht nur entgegen, sondern trat auch bei Sportveranstaltungen der Lessingstadt in Erscheinung. Zur Zufriedenheit ist also Grund vorhanden, nicht aber zur Müßigkeit. Der Vorstand bittet alle Ehrenamtlichen auch 2003 "zur Stange" zu halten und sich weiterhin mit Tatkraft, selbstlosem Einsatz und Ideenreichtum einzubringen. Zum Jahresende bedanke sich Vorsitzender Theo Schnappauf bei Rosemarie Göbel, Birgit Ripl, Andreas Sommer und Steffen Wegner für ihre Übungsleiterarbeit mit der Ehrennadel des Landessportbundes Sachsen in Bronze.

Edeltraud Schnappauf
 
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