Einführung von Mitgliedern des OSSV in die Spezifik
der Frühdefibrillation


Birgit Ripl und Sandro Schoop am sogenannten Phantom


Achtzehn Mitglieder des Ostsächsischen Schwimmvereins Kamenz trafen sich kürzlich im DRK-Gebäude in der Haydnstraße, um unter der fachlichen Anleitung von Lehrwart Dietmar Lehmann in die Spezifik der Frühdefibrillation eingeführt zu werden.
Der plötzliche Herztod ist in Deutschland die Todesursache Nummer eins! Ausgelöst wird er durch das sogenannte "Kammerflimmern", eine Form von Herzrhythmusstörungen bei der die Muskulatur des Herzens unkoordiniert arbeitet, sich ungleichmäßig zusammenzieht und infolgedessen kein Blut mehr gepumpt wird. Der Patient ist klinisch tot.
Das DRK bedient sich moderner Technik und eines aktuelles Ausbildungsprogramms um die Überlebensrate dieser Kranken zu erhöhen. Dazu gehört unter anderem die Schulung von Laienhelfern, denn trotz gut funktionierendem Rettungsdienst treffen professionelle Helfer oft nicht früh genug am Notfallort ein.
Einzig wirksame Behandlung des Kammerflimmerns ist die sofortige elektrische Defibrillation, unterstützt von Atemspende und Herz-Druck-Massage. Mittels großflächiger Elektroden wird auf den Körper des Betroffenen ein Stromstoß abgegeben, der das Fibrillieren der Herzmuskelfasern abbrechen und seine regelrechte Funktion wiederherstellen soll. Die Retter bedienen sich dabei eines Defibrillators.
Nachdem bei den Lehrgangsteilnehmern die Kenntnisse in der "Ersten Hilfe" aufgefrischt wurden, erfolgte die Einweisung in die Bedienung des Defibrillators.
Der Vorstand des Ostsächsische Schwimmverein sieht es als unerlässlich an, im Trainingsbetrieb auf alle Notsituationen vorbereitet zu sein. Schließlich gehören zum Verein nicht nur junge und körperlich intakte Menschen, sondern auch herzkranke und behinderte Sportler.
Leider ist in der Kamenzer Schwimmhalle dieses unter Umständen lebensrettende Gerät nicht vorhanden. Dank Sponsorengeldern war der OSSV in der Lage, die Bestellung für einen Defibrillator auszulösen. Er wird in den nächsten Wochen geliefert. Wir danken den Mitarbeitern des DRK für die sachkundige Einweisung in diese Problematik. .
E. Schnappauf
 
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