Exkursion der Herzsportgruppe ins Riesaer Nudelwerk


Das waren noch Zeiten, als man bei Berlin-Fahrten von Oma, Tante, Cousin, Kollegen und Freunden Wunschzettel mitbekam und auf dem Rückweg vollbepackt wie ein Maulesel war. Dieses Erinnerung drängte sich auf, nachdem die Herzsportgruppe des Ostsächsischen Schwimmvereins kürzlich das Nudelwerk in Riesa besucht hatte. Im Shop des Nudelcenters konnte unter leckeren Teigwaren ausgewählt werden, und so gelangten viele der Köstlichkeiten nach Kamenz. Der eigentliche Grund der Riesa-Exkursion war allerdings ein anderer: Eine Führung durch die Gläserne Produktion des Nudelwerkes sowie der Besuch des Nudelmuseums. In entsprechender Hygienebekleidung konnte die Gruppe bei laufender Produktion die Geheimnisse der Herstellung von Spaghetti und Co miterleben und viel Wissenswertes mitnehmen. Seit 1914 werden in Riesa Teigwaren produziert. Fast wäre es 1992 zur Schließung des wirtschaftlich desolaten Unternehmens gekommen, wenn nicht in letzter Sekunde die schwäbische Alb Gold Teigwaren GmbH den Betrieb übernommen und die Gründung der Teigwaren Riesa GmbH ermöglicht hätte. Damals lag der Riesaer Marktanteil unter 1%, heute sind es 17%. Der Betrieb beschäftigt 71 Mitarbeiter und produziert im Jahresdurchschnitt etwa 32.000 t Nudeln! Statistisch gesehen isst jeder Bürger in den neuen Bundesländern 2 kg Riesa Nudeln jährlich. Diese werden aus hochwertigem Hartweizengrieß mit und ohne frische Eier hergestellt. Die Herzgruppe des OSSV jedenfalls hat sich reichlich mit den Gaumenfreuden aus Riesa eingedeckt und für sie steht fest: Nur noch Nudeln von hier.
E. Schnappauf
 
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