Hoyerswerdaer 24-Stunden Schwimmen


Mannschaft des OSSV


Es war ein Schwimmspektakel der besonderen Art: Das Hoyerswerdaer 24-Stunden Schwimmen im Palm Springs Lausitzbad.
Neun Mannschaften gingen an den Start und jede Mannschaft hatte von Sonnabend 11 Uhr bis Sonntag 11 Uhr immer einen Schwimmer auf der Strecke zu haben.
Die Veranstaltung stand unter der Leitung von Jan Frobart, dem Vorsitzenden vom SSV-Hoyerswerda. Er selbst sprach im Vorfeld von einem Spaßwettkampf. Und das war es dann auch: Eine rundherum gut gelungene, bestens organisierte und hauptsächlich die Kinder zur sportlichen Hochform motivierende Veranstaltung.

Von Ostsächsischen Schwimmverein stellten sich 26 Kinder, ein Jugendlicher und 13 erwachsene Schwimmer dem Wettstreit.
Obwohl es bereits das sechste Mal war, dass die Hoyerswerdaer Sportfreunde das 24-Stunden-Schwimmen durchführten, war die Teilnahme des OSSV erstmalig. Zu diesem Zeitpunkt findet in der Partnerstadt Alzey jährlich das Kinder- und Jugendschwimmfest des dortigen Schwimmvereins statt, an dem sich die Kamenzer Kinder- und Jugendmannschaft bisher beteiligte.
Auf die Teilnahme in diesem Jahr musste verzichtet werden, da der finanzielle Aufwand zu groß für den Haushalt des Vereins ist. Reichlich die Hälfte der Mitgliedsbeiträge geht allein für Hallengebühren drauf. Doch die Kinder brauchen Wettkämpfe, Höhepunkte, damit sie bei der "Stange" bleiben.
Also entschied sich der Verein für Hoyerswerda. Was zunächst aus der Not geboren, entpuppte sich als der "Knüller".
Schon das Umfeld stimmte: Tolle Atmosphäre, Übernachtung im eigenen Zelt, und Grill sowie Würste waren auch mitgebracht worden.
Anfängliche Bedenken der verantwortlichen Übungsleiter, die gleichzeitig als Betreuer und Schwimmer fungierten, waren umsonst. Die Kinder zeigten sich so leistungsbereit, dass das Programm - tags schwimmen die unter Sechszehnjährigen, nachts die Erwachsenen - geändert werden musste. Mit größeren Pausen und Unterstützung der Aktiven schwamm der Nachwuchs die Nacht durch.
Als von 23 bis 24 Uhr um den Mitternachtspokal gekämpft wurde, gab es kein Halten mehr. Die Mannschaft holte sich den 2. Platz.
Das gesteckte Ziel, nach 24 Stunden 100km geschafft zu haben, wurde um 3,6km überboten. Einen guten fünften Platz konnte der OSSV hinter den Mannschaften von Post Görlitz, SSV-Hoyerswerda, Spremberg und Potsdam im Gesamtergebnis erschwimmen. Dieser Platz zählt umso mehr, da der OSSV mit der größten Anzahl von Kindern angereist war.
Außerdem handelt es sich bei den führenden Mannschaften um Vereine, die zum Teil aus kommunal geförderten Leistungszentren kommen, wo bis zu fünf Mal die Woche ohne Entrichtung von Hallengebühren trainiert werden kann.
Das sind Wunschvorstellungen für den OSSV, der schon über soviel Förderung der Kinder- und Jugendmannschaft froh wäre, um Einladungen zum Wettkampf auch wieder mal außerhalb Sachsens wahrnehmen zu können.

E. Schnappauf
 
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