Behindertensport jetzt beim OSSV




Dank der Förderung durch die Ostsächsische Sparkasse Dresden gehört ab September 2005 zum Ostsächsischen Schwimmverein Kamenz eine neue Abteilung: Die Wassersportler der Werkstatt St. Nikolaus in Kamenz-Jesau.
Die Werkstatt ist in Trägerschaft des Christlichen Sozialwerkes gGmbH und in ihr finden Menschen Beschäftigung, die körperlich, seelisch oder lernbehindert sind. Behinderungen, die angeboren oder durch Schicksalsschläge erworben sein können.
Zum Rehabilitationsauftrag der Werkstatt gehört die Gesamtentwicklung der Persönlichkeit. Nicht Ausgrenzung der behinderten Menschen, sondern ihre Integration in das gesellschaftliche Leben gehört zum Hauptanliegen. Wichtigster Ansatzpunkt ist die Teilhabe am Arbeitsleben. Der wird unterstützt durch begleitende Maßnahmen wie zum Beispiel sportliche Betätigung, in diesem Fall das gemeinsame Schwimmen.
Schwimmen ist eine Sportart, die fast von jedem betrieben werden kann und die intensiv sowie nachhaltig auf die körperlichen Befindlichkeiten positiven Einfluss nimmt. Die Vereinsmitgliedschaft schafft Wohlbefinden, Lebensfreude und die Gewissheit anerkannt zu werden.
Bereits vor Jahren hatte sich eine Schwimm-Wettkampfmannschaft der Werkstatt gebildet. Doch so recht zufrieden war Frau Bauch vom Sozialdienst und verantwortlich für die begleitende Maßnahmen mit den gezeigten Erfolgen nicht.
So wurde die Idee geboren, als umgewandelte Maßnahme die Mitgliedschaft für alle interessierten Mitarbeiter der Behindertenwerkstatt in einem Schwimmverein anzustreben. Was lag also näher, als dem Ostsächsischen Schwimmverein Kamenz beizutreten, um unter fachlicher Betreuung und Anleitung das Training der Wettkampfmannschaft zu verbessern, die Leistungsbereitschaft zu fördern und den Teamgeist zu festigen.
Auch den Nichtschwimmern soll bei Wasserjogging oder Wasserspielen der Spaß an der Bewegung im Wasser ermöglicht werden.
Doch jetzt wurden finanzielle Probleme sichtbar. Vorausschickt werden muss, dass die Mitarbeiter der Werkstatt ihrer Leistungsfähigkeit entsprechend richtige Produktionsarbeit tätigen und auch nach Leistung bezahlt werden. Doch das Entgelt ist oft so minimal, dass eine Mitgliedschaft im OSSV für viele unbezahlbar wäre.
Im Vorstand des OSSV wurden die Haushaltsbücher hin und her gerechnet mit dem Ergebnis, dass der Verein die Mehrausgaben für eine Stützung der Mitgliedsbeiträge nicht verkraften würde.
Die menschliche und soziale Pflicht, auch die Schwachen neben uns in das Vereinsleben zu integrieren und ihr Leben zu bereichern, veranlasste den Vorstand, bei der Ostsächsischen Sparkasse Dresden um finanzielle Hilfe nachzusuchen. Und mit Erfolg! Die Behindertenwerkstatt und der Vorstand des OSSV bedanken sich für die Förderung der Unternehmung recht herzlich.
Der OSSV freut sich auf die neuen Schwimmfreunde aus der Werkstatt St. Nikolaus.

Edeltraud Schnappauf
 
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