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22.02.2026

Am 20. und 21. Februar 2026 nahm der OSSV Kamenz erstmals am World Cup „Zollhaus Open“ im Rahmen der Deutschen Meisterschaften im Eisschwimmen in Neuhermsdorf im Erzgebirge teil – und das mit großem Erfolg.

Bei einer Wassertemperatur von lediglich 2,5 Grad Celsius und winterlichem Schneetreiben traten die Sportlerinnen und Sportler über 50 Meter Brust sowie 50 Meter Freistil an. Kerstin Pötschke absolvierte zusätzlich die 100 Meter Freistil. Laut Reglement durften ausschließlich Badeanzug bzw. Badehose, eine Badekappe und eine Schwimmbrille getragen werden – Neoprenanzüge oder weitere Schutzkleidung sind im Eisschwimmen nicht erlaubt.

Die Ergebnisse sprechen für sich:
• Leila Müller gewann einmal Silber und einmal Bronze
• Kerstin Pötschke sicherte sich dreimal Gold
• Jens Würtenberger erreichte einmal Silber

Besondere Aufmerksamkeit erhielt die erst zwölfjährige Leila Müller von Bundestrainer Stefan Hetzer. Er zeigte sich beeindruckt von ihrem Talent und gab ihr wertvolle Hinweise für ihre weitere Entwicklung im Eisschwimmen. Auch in dieser außergewöhnlichen Disziplin findet bereits eine frühe Talentsichtung statt – nicht zuletzt mit Blick auf das Ziel, Eisschwimmen bis 2030 olympisch zu etablieren.

Auf die häufig gestellte Frage nach der Vorbereitung auf diese extremen Temperaturen hat das Team eine klare Antwort: regelmäßiges Kaltduschen und konsequentes Eisbaden – unter anderem mit der Eisbadegruppe „Die Eisdiele“. Den Rest übernimmt das Adrenalin, das den Kälteschmerz reduziert und Glückshormone freisetzt.

Für den OSSV Kamenz war es ein Erlebnis der besonderen Art – und sicher nicht die letzte Teilnahme an einem internationalen Eisschwimm-Event.